Seit vergangenem Freitag (1.7.2011) sind im Foyer der Architekturfakultät der RWTH Aachen 27 Entwürfe zum Thema »Kinderoper in Köln« ausgestellt: Die Studierenden des 6. Semesters haben diese studentischen Arbeiten im Zuge ihrer abschliessenden Bachelorarbeit in einem Zeitraum von 3 Monaten verfasst.
Herausgeber dieser Aufgabe war Anfang April Gastprofessor Frederik Jaspert, welcher für zwei Semester an der RWTH lehrt und diese Aufgabe aus eigener Erfahrung heraus stellen konnte. Grundlage und vorgegebenes Baufeld ist ein Schiffsleichter mit den Abmessungen 11 x 72m, der erst einmal im Kölner Rheinauhafen beheimatet werden sollte aber auch schleppbar über den Rhein auf Tournee gehen könnte.
Die 27 verschiedenen, in Einzelarbeit verfassten Lösungen geben ein sehr diverses und buntes Bild von Lösungen vor – vom schlicht, kompakten Riegel über organisch naturnahe Körper, bis hin zu raumschiffartigen Konstruktionen ist alles geboten, eine große Vielfalt von verschiedenen darstellerischen und kreativen Qualitätsniveaus der Ergebnisse fällt ins Auge.
Außerordentlich hilfreich war für das Erstellen der Entwürfe der Gruppenbesuch der teilnehmenden Studierenden im Pfandhaus Anfang Juni, bei der die Jungarchitekten nicht nur alle brennenden Fragen stellen konnten sondern sich auch bereitwillig von der Kinderopernwelt von Elena Tzavara und der gelungenen Aufführung von Marius Langes’ Schneewittchen verzaubern lassen konnten – der Einfluss ist sehr deutlich wieder zu finden, schlendert man durch die dominierende Anzahl der Bachelorarbeiten, die bis zum 30. Juli 2011 im Reiffmuseum in der Aachener Schinkelstrasse ausgestellt sind und dort gerade durch mündliche Vorträge der Verfasser geprüft und bewertet werden.
Einen Kostenrahmen gab es nicht zu beachten, lediglich die besondere Lage und städtebauliche (Nicht-)Einbindung waren ein prägendes Thema, das findet man in der Vielfalt der Lösungen wieder.
Hier einige kreative Entwürfe der angehenden Architekten:
Fotos: Matthias Baus
Informieren Sie sich hier über die Kinderoper Köln und ihr Programm für die kommende Spielzeit:
http://www.operkoeln.com/Kinderoper/
| Keine KommentareDie Oper Wozzeck feiert am 20. Mai 2011 Premiere in der Oper Köln. Erfahren Sie dazu in diesem Überblick wie der Komponist Alban Berg das unvollendete Drama von Georg Büchner ins Musiktheater übersetzte und welche Auswirkungen das auf die Opernwelt hatte.
»Hohl! Alles hohl. Ein Schlund! Es schwankt! Hörst Du, es wandert was mit uns da unten!« – Wozzeck hat Visionen und Zwangsvorstellungen. Er, der als Soldat in einer Garnisonsstadt lebt, sieht Dinge, die andere nicht sehen, und stellt Zusammenhänge her, auch wenn diese nicht ohne weiteres auf der Hand liegen. »Haben Sie schon die Ringe von den Schwämmen am Boden gesehen? Linienkreise. Figuren … Wer das lesen könnte!«, gibt er jenem Doktor zu bedenken, der ihn für medizinische Experimente benutzt, indem er Wozzeck nichts anderes als Erbsen essen lässt, um dann die physiologischen Auswirkungen dieser Zwangsdiät zu testen. Dem Vorwurf des Hauptmanns, Wozzeck besitze keine Moral, weil seine Freundin Marie ein uneheliches Kind von ihm hat, entgegnet der Gedemütigte: »Es muss was Schönes sein um die Tugend, Herr Hauptmann. Aber ich bin ein armer Kerl! Unsereins ist doch einmal unselig in dieser und der anderen Welt! Ich glaub’, wenn wir in den Himmel kämen, so müssten wir donnern helfen!« Für die Mitmenschen, die ihn drangsalieren, ist Wozzeck ein geeignetes Opfer – ob für den hirnlos philosophierenden Hauptmann (»Moral: das ist, wenn man moralisch ist.«), für den ihn zum Zwecke der wissenschaftlichen Karriere missbrauchenden Doktor (»Er ist ein interessanter Fall (…) Er kriegt noch einen Groschen mehr Zulage.«) oder für den kraftmeiernden Tambourmajor, der sich Wozzeck und anderen gegenüber mit der sexuellen Inbesitznahme Maries, der Mutter von Wozzecks Kind, brüstet (»Ich hab’ ein Weibsbild, ich sag’ Ihm, ein Weibsbild! Zur Zucht von Tambourmajors! Ein Busen und Schenkel! Und alles fest!«).
Wozzecks Weg führt in den Wahnsinn. Letzter Schritt auf dem Weg seiner Demontage ist die Ermordung der ihm untreu gewordenen Marie, der er am Ufer eines Teichs ein Messer in den Leib stößt. Spätestens dabei geht er sich selbst endgültig verloren. Um der Mannigfaltigkeit der verschiedenen Szenen gerecht zu werden, wählte Komponist Alban Berg (1885 – 1935) für jede der Szenen eine spezifsche musikalische Form. Die 27 Szenen des von Georg Büchner (1813 – 1837) hinterlassenen Dramenfragments verarbeitete er für sein Libretto zu 15 Szenen, aufgeteilt auf drei Akte. Die fünf Szenen des ersten Akts sind jeweils als »Charakterstücke« angelegt, und zwar als Suite (Szene Wozzeck – Hauptmann), Rhapsodie (Wozzeck – Andres), Militärmarsch und Wiegenlied (Marie), Passacaglia (Wozzeck – Doktor), Rondo (Marie – Tambourmajor). Der 2. Akt ist als Symphonie angelegt, in der Reihenfolge der fünf Szenen nach den musikalischen Prinzipien Sonatensatzform (Marie – Woz-zeck), Fantasie und Fuge (Hauptmann – Doktor – Wozzeck), Largo (Marie – Wozzeck), Scherzo (Wirtshausszene) und Rondo Marziale (Schlafstube in Kaserne – Wozzeck, Andres, Tambourmajor). Der 3. Akt, der die Ermordung Maries durch Wozzeck und dessen Wahn-sinn zum Thema hat, besteht aus sechs sogenannten »Inventionen« (Invention über ein Thema mit sieben Variationen und Fuge; Invention über einen Ton; Invention über einen Rhythmus; Invention über einen Sechsklang mit Coda; Invention über die Tonart d-Moll; Invention über eine gleichmäßige Achtelbewegung »Quasi Toccata«).
Die Oper »Wozzeck« von Alban Berg (Uraufführung: 14. Dezember 1925, Staatsoper Berlin) markiert einen Meilenstein in der Entwicklungsgeschichte des Musiktheaters. Mit ihrer meisterhaften Verwendung aller nur denkbarer musikalischer Ausdrucksmittel gilt Alban Bergs »Wozzeck«-Komposition als ein Idealfall, was die Schöpfung einer Oper auf der Basis einer literarischen Vorlage betrifft. Zwei »Geniestreiche« sind hier in einem Werk vereint: das in gedanklicherund sprachlicher Hinsicht weit über seine Entstehungszeit (ca. 1836) hinausweisende Dramenfragment von Georg Büchner und die kongeniale textlich-musikalische Neuschöpfung Alban Bergs. Der Medizinstudent Georg Büchner, der nicht nur literarisch, sondern als Herausgeber der politischen Flugschrift »Der Hessische Landbote« (»Friede den Hütten, Krieg den Palästen!) auch publizistisch gegen Despotie und Reaktion aktiv war, wurde durch einen realen Kriminalfall zu »Woyzeck« (so der ursprüngliche Titel, der aufgrund eines Fehlers beim Entziffern der Büchnerschen Handschrift in der postumen Erstausgabe 1879 in »Wozzeck« verändert worden war und so auch für die Oper verwendet wurde) inspiriert. Am 21. Juni 1821 hatte der Friseur und Gelegenheitsarbeiter Johann Christian Woyzeck in Leipzig seine Geliebte, die Witwe eines Chirurgen, erstochen. Nach einem langen Gerichtsverfahren wurde er zum Tode verurteilt und im August 1824 öffentlich hingerichtet. Im Verlaufe des Prozesses wurde insbesondere der Frage Bedeutung beigemessen, inwieweit der unter Wahnvorstellungen leidende Delinquent als zurechnungsfähig angesehen werden konnte. Georg Büchner hatte durch die Lektüre einer medizinischen Zeitschrift von diesem Fall Kenntnis erhalten. Die erste Konzeption seiner »Woyzeck«-Szenen geht auf den Sommer 1835 zurück, nachdem er – aufgrund seiner revolutionären Aktivitäten in Hessen steckbrieflich gesucht – von Darmstadt nach Straßburg geflohen war. Zu diesem Zeitpunkt lagen bereits seine Arbeiten am Lustspiel »Leonce und Lena« wie auch an seiner Dissertation über das »Nervensystem der Barben« hinter ihm. Als er – aufgrund seiner Doktorarbeit an die Universität Zürich berufen – dort 23-jährig an Typhus starb, hinterließ er vier handschriftliche Fragmente der Szenenfolge »Woyzeck«. Zu einer Veröffentlichung, unter dem Titel »Wozzeck«, kam es erst 1879, 42 Jahre nach seinem Tod. Die szenische Uraufführung des Schauspiels »Woyzeck« erfolgte gar erst am 8. November 1913 im Residenztheater München. Georg Büchner war seiner Zeit weit voraus: In Sprache und Stilistik nehmen seine »Woyzeck«-Szenen nach unbestrittener Auffassung den später aufgekommenen Expressionismus vorweg, und in inhaltlicher Hinsicht markiert diese Tragödie um einen der »Geringsten unter den Menschen« den Beginn des modernen Sozialdramas. Mit dem von Angstvisionen gepeinigten und von seiner Umwelt malträtierten Soldaten Woyzeck betrat ein neuer Menschentyp die Bühne.(kg)
Weitere Informationen zu Stück und Kartenservice finden Sie hier:
http://www.operkoeln.com/programm/46956/
Die Uraufführung von Karlheinz Stockhausens Oper SONNTAG aus dem Zyklus LICHT hat großes Interesse geweckt – auch bei den Medien.
Die ARD Tagesthemen und die WDR Lokalzeit berichteten beispielsweise schon am Freitag und Samstag über dieses spektakuläre Ereignis, das am Wochenende die Zuschauer im Staatenhaus am Rheinpark in Deutz in Atem hielt. Am Montag berichteten auch die Kulturzeit auf 3-Sat sowie die WDR Radiosendungen Mosaik und Scala.
Hier geht es zum Beitrag in den Tagesthemen (etwa ab 9:40 min):
http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=6910584
Hier finden Sie die Beiträge des WDR:
Lokalzeit:
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2011/04/08/lokalzeit-koeln-premierenreport.xml
Mosaik (Audio):
http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2011/04/11/mosaik-sonntag-aus-licht.xml
Weitere Informationen zu Stück und Terminen finden Sie hier:
1. Teil: 26., 28.April.2011 › 19:30 › im Staatenhaus
2. Teil: 27., 29.April.2011 › 19:30 › im Staatenhaus
Gesamtaufführung: 24.April.2011, 01.Mai.2011 › 12:00 › im Staatenhaus
Foto: Klaus Lefebvre
| Keine KommentareDie Oper Köln präsentiert am 9. April die Uraufführung des ersten Teils der Oper »SONNTAG« aus dem Zyklus »LICHT« von Karlheinz Stockhausen.
Karlheinz Stockhausen schuf in seinem Zyklus »LICHT« 7 Opern – je eine für einen Tag der Woche. Die Opern behandeln zentrale Themen des menschlichen Lebens und jeder Oper werden, ähnlich wie in religiösen Farbenlehren, bestimmte Farben zugeordnet.
»SONNTAG« behandelt das Thema Gottverehrung und Gottesbeziehung. Die dazugehörige Farben sind Weiß oder Gold.
Um diesen farblichen Eindruck auch über die Grenzen der Bühne hinaus bis in die Zuschauerränge zu tragen, bittet das Inszenierungs-Team das Publikum, sich entsprechend hell zu kleiden.
So wird jedem Zuschauer die Möglichkeit gegeben ein direkter Teil der Inszenierung zu werden.
Weitere Informationen finden Sie hier:
1. Teil: 09., 26., 28.April.2011 › 19:30 › im Staatenhaus
2. Teil: 10., 27., 29.April.2011 › 19:30 › im Staatenhaus
Gesamtaufführung: 24.April.2011, 01.Mai.2011 › 12:00 › im Staatenhaus
Komponist geboren am Mittwoch, den 22. August 1928 in Mödrath bei Köln, gestorben am Mittwoch, den 5. Dezember 2007 in Kürten. Stockhausen komponierte 372 einzeln aufführbare Werke, veröffentlichte Texte zur Musik (Bände 1 – 10 Stockhausen-Verlag) sowie eine Serie Hefte mit Skizzen und Erläuterungen eigener Werke. Die ersten 36 Partituren wurden bei der Universal Edition Wien verlegt, alle anderen im 1975 gegründeten Stockhausen-Verlag, der auch seit 1991 in einer Stockhausen-Gesamtausgabe 139 CDs veröffentlichte. Seit 1998 finden jährlich die Stockhausen-Kurse Kürten für Komponisten, Interpreten, Musikwissenschaftler und Gasthörer statt.
Stockhausen komponierte seit 1977 das musikszenische Werk »Licht«, »Die sieben Tage der Woche«. »Licht« mit den »Sieben Tagen der Woche« umfasst ca. 29 Stunden Musik: »Donnerstag« aus »Licht« 240 Minuten; »Samstag« aus »Licht« 185 Minuten; »Montag« aus »Licht« 278 Minuten; »Dienstag« aus »Licht« 156 Minuten; »Freitag« aus »Licht« 290 Minuten; »Mittwoch« aus »Licht« 267 Minuten; »Sonntag« aus »Licht« 298 Minuten.
Nach der Uraufführung von »Licht-Bilder« am 16. Oktober 2004, der zuletzt komponierten Szene von Stockhausens Werk »Licht«, begann Stockhausen das Werk »Klang«, »Die 24 Stunden des Tages«. Bis 2007 komponierte er die 1. Stunde »Himmelfahrt« bis zur 21. Stunde »Paradies«.
Bereits die ersten Kompositionen der »Punktuellen Musik« wie »Kreuz-spiel« (1951), »Spiel für Orchester« (1952) und »Kontra-Punkte« (1952/53) brachten Stockhausen internationale Berühmtheit. Seitdem werden seine Werke von den einen auf das äußerste bekämpft und von den anderen verehrt.
Wesentliche Errungenschaften der Musik seit 1950 sind durch seine Kompositionen modellhaft geprägt worden: die »Serielle Musik«, die »Punktuelle Musik«, die »Elektronische Musik«, die »Neue Schlagzeugmusik«, die »Variable Musik«, die »Neue Klaviermusik«, die »Raum-Musik«, »Statistische Musik«, »Aleatorische Musik«, »Live Elektronische Musik«; neue Synthesen von »Musik und Sprache«, eines »Musikalischen Theaters«, einer »rituellen Musik«, »Szenischen Musik«; die »Gruppen-Komposition«, polyphone »Prozess-Komposition«, »Moment-Komposition«, »Formel-Komposition« bis zur gegenwärtigen »Multiformalen Komposition«; die Integration ›gefundener Objekte‹ (Nationalhymnen, Folklore aller Länder, Kurzwellen-Ereignisse, »Tonszenen« usw.) in einer »Weltmusik« und einer »Universalen Musik«; die Synthese europäischer, afrikanischer, lateinamerikanischer und asiatischer Musik in einer »Telemusik«; die vertikale »Oktophone Musik«.
Von Anfang bis Ende ist seinem Werk eine Bestimmung als »geistliche Musik« zu eigen, die nicht nur in Kompositionen mit geistlichen Texten, sondern auch in den anderen Werken über »Oberton-Musik«, »Intuitive Musik«, »Mantrische Musik« bis zur »Kosmischen Musik« in »Stimmung«, »aus den sieben Tagen«, »Mantra«, »Sternklang«, »Inori«, »Atmen gibt das Leben«, »Sirius«, »Licht«, »Klang« immer deutlicher wird.
In einem von Stockhausen entworfenen Kugelauditorium wurden während der Weltausstellung Expo ’70 in Osaka, Japan, mit 20 Instrumentalisten und Sängern an 183 Tagen 5 Stunden täglich die meisten bis 1970 komponierten Werke Stockhausens für über eine Million Zuhörer aufgeführt.
Stockhausen ist das Beispiel par excellence des Komponisten, der nahezu alle Uraufführungen seiner Werke selbst dirigiert oder mitgespielt oder als Klangregisseur geleitet und in unzähligen Modellhaften Aufführungen und Tonbandaufnahmen in allen Ländern realisiert hat.
Außer mehreren Gastprofessuren in der Schweiz, in USA, Finnland, Holland, Dänemark wurde er 1971 zum Professor für Komposition an der Staatlichen Hochschule für Musik Köln, 1996 zum Ehrendoktor der Freien Universität Berlin, 2004 zum Ehrendoktor der Queen’s University Belfast ernannt.
Er war Mitglied von zwölf internationalen Akademien der Künste und
Wissenschaften, ab 1988 Ehrenbürger der Gemeinde Kürten, wurde
Commandeur dans l’Ordre des Arts et des Lettres, erhielt viele Schallplattenpreise und auszeichnungen, u.a. das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, den Siemens-Musikpreis, die Picasso-Medaille der UNESCO, den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen, acht Musikeditionspreise des deutschen Musikverlegerverbandes, den Bach-Preis hamburg, den Kulturpreis Köln, und 2001 den Polar Music Prize mit der Laudatio: »Karlheinz Stockhausen erhält den Polar Music Prize des Jahres 2001 für die Karriere eines Komponisten, die durch makellose Integrität und nie endende Kreativität gekennzeichnet ist, und dafür, dass er seit 50 Jahren an der vordersten Front der musikalischen Entwicklung gestanden hat.«
Karlheinz Stockhausen (Mai 2003 im Teatro Comunale di Modena)Stockhausen in eigenen Worten:
»Das Wort Licht war ziemlich bald da, denn es ist durch unsere großen Lehrer immer wieder klar geworden: ob im religiösen oder profanen Bereich oder im abstrakt philosophischen, ob Christus oder Aurobindo es verwendet. Der eine sagt: ›Ich bin das Licht‹ – oder ›Gott ist das Licht‹, der andere sagt: ›das Universum ist das Licht‹, ›das Sein ist das Licht‹ oder ›der Gedanke ist das Licht‹.
Licht ist offenbar Geist überhaupt, Manifestation des vollkommenen, alles durchdringenden, alles erhellenden Geistes. Dafür haben wir dieses Universalwort, und es kann kein anderes Wort an seine Stelle treten als Name meines Werkes.«
»Alles, was mit der Woche zu tun hat, ist mit den Lichtgöttern verbunden, die den sieben tagen ihre Bedeutung geben. Die Woche ist nichts anderes als ein Lichtbogen.«
»Jeder weiß, daß ich weder in das Lager der Katholiken noch der Protestanten noch der jüdischen Gläubigen noch der Mohammedaner noch der Buddhisten gehöre. Was mich interessiert, ist die ganze Struktur, die geistige Struktur und Hierarchie des Universums, in der jeder einzelne Mensch ein geistiges Wesen und nur temporär ein körperliches Wesen ist, ein ›Mensch‹, eine zeitlose Individualität, ein ewiger Geist.«
»Das ist keine Religion. Das ist eine Einstellung zum Leben, eine Haltung, ein Lebenswissen. Ich mag in diesem Zusammenhang das Wort ›Religion‹ nicht, dann kommt einem gleich wieder die ganze Hierarchie, die Organisation in den Sinn.«
»In dem, was ich mache, ist zwar von allen Religionen etwas enthalten, aber auch viel Erfahrung meines eigenen Lebens.«
Foto: Rolando Paolo Guerzoni
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